Mittwoch 28. Juni 2017
  • Vor 17 Jahrhunderten herrschte Chaos in Europa. Das alte Imperium zerfiel.

    Es begann die Zeit der Völkerwanderung. Menschen begaben sich auf die SUCHE

    nach Richtung, Ziel, Sinn, Heimat.

  • Vor 17 Jahrhunderten herrschte Chaos in Europa. Das alte Imperium zerfiel.

    Es begann die Zeit der Völkerwanderung. Menschen begaben sich auf die SUCHE

    nach Richtung, Ziel, Sinn, Heimat.

  • In dieser unruhigen Zeit wurde ein einzelner Mann durch seine Haltung und sein Leben zur Legende.

    Kein König, kein Politiker, kein Kriegsherr, sondern ein Heiliger: MARTIN VON TOURS.

  • In dieser unruhigen Zeit wurde ein einzelner Mann durch seine Haltung und sein Leben zur Legende.

    Kein König, kein Politiker, kein Kriegsherr, sondern ein Heiliger: MARTIN VON TOURS.

  • Inmitten der Härte seiner Epoche war er von Mitgefühl bestimmt.

    Seine Liebe zum Menschen führte ihn zum Glauben an Christus.

    Dieser Glaube drückte sich fortan in NÄCHSTENLIEBE aus.

  • Inmitten der Härte seiner Epoche war er von Mitgefühl bestimmt.

    Seine Liebe zum Menschen führte ihn zum Glauben an Christus.

    Dieser Glaube drückte sich fortan in NÄCHSTENLIEBE aus.

  • Heute wird das Vermächtnis des heiligen Martin zur rettenden Option einer gequälten Welt,

    in der die Macht entfesselter Märkte und des Geldes

    den MENSCHEN als höchsten Wert zu ersetzen droht.

  • Heute wird das Vermächtnis des heiligen Martin zur rettenden Option einer gequälten Welt,

    in der die Macht entfesselter Märkte und des Geldes

    den MENSCHEN als höchsten Wert zu ersetzen droht.

  • Europa braucht wieder mehr Martinus. Es braucht wieder Laternen der Hoffnung und der Orientierung, die von singenden Kindern durch die Nacht getragen werden.

    Europa braucht mehr MARTINSFEST.

  • Europa braucht wieder mehr Martinus. Es braucht wieder Laternen der Hoffnung und der Orientierung, die von singenden Kindern durch die Nacht getragen werden.

    Europa braucht mehr MARTINSFEST.

Sehen – Urteilen – Handeln - Bausteine für einen Jugendgottesdienst

 

Begrüßung und Einführung

 

Armut, Ungerechtigkeit, Krieg, Flucht … in unserer Welt gibt es viele dunkle Flecken.

 

Jesus Christus hat uns in diese Dunkelheit Licht und Hoffnung gebracht, er hat uns berufen, mit ihm das Reich Gottes hier auf Erden mitzugestalten.

 

Sehen, Urteilen, Handeln – jede und jeder von uns ist angesprochen.

 

Einer, der diesen Ruf wahrgenommen hat, war der heilige Martin. Durch die Teilung seines Mantels hat er Licht in die Welt gebracht. Martin hat nicht lange nachgedacht, Sitzungen und Konferenzen einberufen und Sonderbudgets beantragt. Er hat gehandelt – einfach so – spontan. Es musste eine schnelle Lösung her.

 

Sehen, Urteilen, Handeln

 

Er hatte keinen zweiten Mantel, kein Lunchpaket bei sich, konnte dem Bettler wohl weder eine Wohnung, noch einen Arbeitsplatz anbieten. Professionelle Hilfe konnte er nicht leisten. Was Martin getan hat, scheint nur eine Kleinigkeit zu sein. Dabei können schon kleine Aktionen und Dinge, zum Beispiel ein Lächeln, Zeit für ein Gespräch, Nachbarschaftshilfe, Sammelaktionen für Notleidende usw. unsere Welt ein Stück heller machen. Martin hat seine Augen und sein Herz nicht verschlossen, er hat nach seinen Möglichkeiten gehandelt.

 

Sehen, Urteilen, Handeln

 

Auch heute noch stellt der heilige Martin ein Vorbild für Nächstenliebe und Mut dar. Ein Vorbild, das sein Herz geöffnet und gehandelt hat. Ein Vorbild, dem es nicht immer leicht ist zu folgen. Ein Vorbild, das uns zeigt, dass die Wirkung von kleinen Dingen oft eine große und hellere Welt hervorbringt.

 

Kyrie

 

1. Herr Jesus Christus, du hast dich um die Menschen gekümmert, die am Rande der Gesellschaft standen, die ein gutes Wort gebraucht haben, die wenig Ansehen hatten. Herr, erbarme dich.

 

2. Du rufst uns in deine Nachfolge und sagst zu uns: Geht und handelt genauso. Manchmal sind wir dazu nicht fähig. Christus, erbarme dich.

 

3. Du begegnest den Menschen mit Respekt. Jede und jeder Einzelne ist wertvoll vor dir. Herr, erbarme dich.

 

Tagesgebet

 

Guter Gott, dem heiligen Martin ist es oft gelungen, mit seinen Nächsten so umzugehen, wie du es gesagt hast. Stärke unseren Glauben an das Gute in uns und in unseren Mitmenschen. Gib uns Kraft und Mut, den Menschen zu helfen, wie Martin es getan und gesagt hat. Öffne unsere Herzen für Schritte auf dem Weg des Friedens, der Nächstenliebe und der Gerechtigkeit. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn und Bruder. Amen.

(Quelle: Kath. Kirche Vorarlberg – Liturgiebörse)

 

Anspiel zur Predigt - Interview des heiligen Martin

 

Martin, als Bischof, sitzt vor dem Ambo. - Ein/e Reporter/in sitzt ihm gegenüber.

 

Reporter/in

Guten Abend, Herr Bischof!

 

Martin

Guten Abend!

 

Reporter/in

Herr Bischof, stellen Sie sich bitte vor, sie leben heute hier und jetzt in Europa. Niemand reitet mehr auf dem Pferd herum, und wenn man mit dem Auto fährt, fällt die Not am Straßenrand kaum auf. Sie hätten also gar keine Gelegenheit, Ihren Mantel zu teilen. Was würden Sie heute tun, damit man Jahrhunderte später noch von Ihnen spricht?

 

Martin schweigt, räuspert sich und

streicht sich nachdenklich über das Kinn.

 

Reporter/in

Und sagen Sie jetzt bloß nicht, sie würden statt eines Pferdes ein Auto nehmen und dann bei Regen einen Anhalter mitfahren lassen. Diese Antwort wäre mir zu einfach.

 

Martin

Sagen Sie, spielt es eine Rolle, ob ich als Soldat oder als Bischof oder als Jugendlicher gehandelt hätte?

 

Reporter/in (kopfschüttelnd)

Nun, Herr Bischof! Das ist mir wirklich egal. Vielleicht wäre es aber für alle hier besonders interessant, wie Sie sich als Jugendlicher verhalten würden.

 

Martin

Die meisten Menschen wissen über mich ja nur, dass ich einem Bettler ein Stück von meinem Soldatenmantel abgab. Ich will versuchen, dieses Beispiel in die Zeit von heute zu übertragen. Als Jugendlicher…mmh… also als Jugendlicher würde ich nicht feige in der Ecke stehen, wenn die anderen jemanden verspotten oder wie ihr heute sagt: mobben. Ich würde nicht mitmachen! Ich würde auf den Jugendlichen zugehen, ihm beistehen und ihn verteidigen. Oder ich würde mir Zeit nehmen und ältere Menschen besuchen. Sie sind oft allein, und ich würde zu ihnen gehen und versuchen, ihnen Freude zu bereiten. Oder ich würde nicht wegsehen, wenn ich merke, dass jemand meine Hilfe braucht, sei es beim Tragen der Einkäufe oder beim Sammeln für Sachspenden für Flüchtlinge und Notleidende. Ich denke, ich würde mich nicht vor meinem Computer oder Fernseher verkriechen, sondern rausgehen, anpacken, handeln…

 

Reporter/in

Aber Herr Bischof! Das sind doch alles keine besonderen Sachen. Darüber spricht doch später niemand mehr. Das macht einen doch nicht zu so einem besonderen Menschen, wie Sie es geworden sind!

 

Martin

Aber ich habe doch auch nichts Besonderes gemacht. Ich habe auch nur das getan, was jeder Mensch tun könnte und sollte. Ich habe mein Herz geöffnet, bin stehengeblieben, habe hingeschaut und geholfen. Und ich bin trotzdem so bekannt geworden.

 

Reporter/in (nachdenklich)

Ich glaube, Sie haben recht. So habe ich Ihre Geschichte bisher gar nicht gesehen. Danke fürs Interview!

Quelle: Kindermessbörse)

 

Fürbitten

 

Guter Gott, Martin hat dein Gebot befolgt: „Wer Menschen in Not hilft, hilft mir.“ Am heutigen Martinstag denken wir daran und bitten dich:

 

1. Öffne unsere Augen, damit wir die Not der Menschen sehen.

 

2. Öffne unsere Ohren, damit wir hören, wenn jemand in Not ist.

 

3. Öffne unser Hände, damit wir teilen und nicht nur an uns selbst denken.

 

4. Öffne unseren Mund, damit wir durch unser Reden Menschen glücklich machen können.

 

5. Öffne unser Herz, damit wir anderen unsere Liebe schenken können.

 

Guter Gott, der heilige Martin hat in seinem Leben versucht, Jesus nachzufolgen. Er hat uns viele Beispiele gegeben, wie man die Liebe zum Nächsten in die Tat umsetzen kann. Hilf uns, unser Leben so zu leben, dass auch durch uns deine Gegenwart in der Welt spürbar wird, und wir überall dort, wo wir Gutes tun, das Leben der Menschen heller machen. Amen.

(Quelle: Daniela Berger – www.kinderkirche.de)

 

 

Oder:

 

1. Gott, ich stehe in deinem Licht. Hilf mir, mich selbst zu lieben, dann kann dieses Licht der Liebe auch auf meinen Nächsten übergehen. Von mir zu dir, zu uns und über den Tellerrand hinaus.

 

2. Gott, ich stehe in deinem Licht. Hilf mir, zu erkennen, wenn jemand meine Hilfe braucht. Zum Beispiel mein Sitznachbar. Von mir zu dir, zu uns und über den Tellerrand hinaus.

 

3. Gott, ich stehe in deinem Licht. Hilf mir, ohne Vorurteile auf andere zuzugehen. Von mir zu dir, zu uns und über den Tellerrand hinaus.

 

4. Gott, ich stehe in deinem Licht. Hilf mir, dass mir kein Mensch gleichgültig ist, besonders jene, denen das Licht und die Liebe in ihrem Leben fehlen. Denn ich bin liebenswert, du bist liebenswert, wir alle hier sind liebenswert und darüber hinaus alle Menschen dieser Welt. Von mir zu dir, zu uns und über den Tellerrand hinaus.

(Quelle: Kath. Jugend und Jungschar Burgenland)

 

Schlussgebet

 

Gott, unser Vater, dein Reich ist mitten unter uns, da, wo wir uns deiner Friedensbotschaft öffnen, wo wir nicht verzweifeln, wo wir mutig den Mund aufmachen, wo wir konkret und bewusst für andere leben. Sei mit uns auf unseren Wegen. Stärke unsere Schritte, sei ein Lied auf unseren Lippen und die Zuversicht unseresHerzens.

(Quelle: www.klemata.de)

 

Aktion zum Schluss

 

Am Ausgang werden Stoffstückchen und Teelichter verteilt. Das Stoffstück soll uns an den heiligen Martin und seinen Mut und Einsatz erinnern. Das Teelicht soll daran erinnern, dass wir alle dazu beitragen können, die Welt ein Stück heller zu machen.

Hl. Papst Johannes Paul II.

Trausdorf, 24. Juni 1988

..... "Liebe Christen der Diözese Eisenstadt! Im Geist des heiligen Martin überschreitet ihr auch die Grenzen eurer Heimatdiözese. Diese ist sich mit ihrem Bischof der Brückenfunktion bewußt, die ihr gerade zu den Völkern Osteuropas hin habt. Ihr seid bereit, mit ihnen Kontakte zu pflegen und auch mit ihnen zu teilen, materiell und geistig." .....

Dominik Orieschnig, Sprecher der Diözese Eisenstadt, über den aktuellen Bau eines Zauns zur Grenze nach Ungarn im Interview mit Radio Vatikan

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